Das Federsee-Festival

Das Federsee-Festival

Ein­la­dung zum Feder­see-Fes­ti­val

Wir waren am 2.6.18 am Feder­see, einem Natur­schutz­ge­biet und Vogel­pa­ra­dies, und haben die­se genia­le Ein­la­dung zu einem beson­de­ren Fes­ti­val erhal­ten. Wir wer­den nach der Ein­la­dung erklä­ren, was es damit auf sich hat.

Feder­see-Fes­ti­val
Das nach­hal­ti­ge Fes­ti­val mit berühm­ten Songs aus allen Him­mels­rich­tun­gen auf 9 Natur-Büh­nen

Datum: jeder­zeit, 24÷7÷365
Ort: Natur­schutz­ge­biet Feder­see, Bad Buchau, BaWü, DE

Pro­gramm:
NABU mit „Na du?
Rosi mit „Wackel­pud­ding
Kuckuck von der Sta­si mit „Ich lege was, was du nicht siehst
Steg­gets mit „Money, money, money
Biber Bernd mit „Ich tauch ab, nichts hält mich hier oben
V.I.P.-Schwan mit „Fake-News
Die FluSS­See­schwal­ben mit „Im KieSSS
Die Ein­tags­flie­gen mit „Schlech­te Sicht
Vivia­ne M. mit „Ich hab’ die Haa­re schön
TRS mit „Angry Birds
The Rohr­sch­wirls mit „Haus­halt

Büh­ne 1, 20 Uhr, NABU mit „Na du?“

Stress… Wo müs­sen wir hin? Es ist kurz vor acht und noch sehen wir kei­ne grau­köp­fi­ge Grup­pe. Gut, dass uns gera­de zwei Herr­schaf­ten ent­ge­gen­kom­men: „Die Füh­rung star­tet im Natur­schutz­bund-Zen­trum“. Ah, super. Also machen Stef­fen und ich eine Kehrt­wen­de und lau­fen schnell zum süßen gel­ben Eck­häus­chen im Kur­ort Bad Buchau.

Dort machen Auf­stel­ler bereits auf das brei­te Ange­bot von jähr­lich über 400 Ver­an­stal­tun­gen auf­merk­sam. Die Tür steht uns offen und innen wer­den wir von Sau­na-Wär­me und gefie­der­ten Gefähr­ten der Dau­er­aus­stel­lung emp­fan­gen. Im Neben­raum wer­den wir end­lich fün­dig: unse­re ca. 30-köp­fi­ge Grup­pe steht eng gedrängt zusam­men und schaut auf einen gro­ßen Bild­schirm an der Wand. Ein Mädel in blau­er NABU-Uni­form steht davor und erzählt den gebann­ten Zuhö­rern in brei­tem Schwä­bisch die Hin­ter­grün­de zum Moor Feder­see und der Arbeit vom NAtur­schutz­BUnd (NABU) hier. Dazu gehö­ren u.a. die­se Füh­rung im durch eis­zeit­li­che Glet­scher geform­te Moor, das Zäh­len der Vögel aus 260 ver­schie­de­nen Arten und das Mähen der Ried­wie­sen.

Büh­ne 2, 20:20 Uhr, Rosi mit „Wackel­pud­ding“

Das Moor ist wie ein Wackel­pud­ding“, ruft unse­re blau­ge­klei­de­te Rosi und hüpft wie in  einer Hüpf­burg mun­ter auf und ab. „Die Wur­zeln der Grä­ser bil­den die fes­te nur bis zu 30cm dicke Schicht und dar­un­ter kom­men bis zu 16m tie­fe Wackel-Schich­ten aus Torf“.

Büh­ne 3, durch­ge­hen­de Beschat­tung, Kuckuck von der Sta­si mit „Ich lege was, was du nicht siehst“

Im Hin­ter­grund hören wir den Kuckuck rufen. Der ist schlau­er als so man­cher denkt, denn er legt nicht ein­fach nur sein Ei in irgend­ein Nest, nein, er beob­ach­tet sei­ne Opfer, passt sogar die Eischa­len­far­be an die des Aus­ge­späh­ten an und war­tet den rich­ti­gen Moment ab, um sein tro­ja­ni­sches Pferd in den vor­ge­wärm­ten Stall zu stel­len.

Büh­ne 4, 1,5km lang, Steg­gets mit „Money, money, money“

Wir bewe­gen uns wäh­rend unse­res Natur­spa­zier­gan­ges auf einem her­vor­ra­gend gepfleg­ten Holz­steg durch Schilf und Sauer­gras. Nor­ma­ler­wei­se wären wir nun alle brau­ne Moor­mons­ter, aber dank dem Ober­förs­ter Stau­da­cher gibt es bereits seit 1911 die­se schwe­ben­de Anti-Schlamm­kur. Da das Rein­ste­cken der hun­der­te von robus­ten Eichen­stäm­men ins tie­fe Feder­see­moor 800.000 Euro gekos­tet hat, wird tags­über pro Besu­cher 2,50 Euro ver­langt. Ohne Money geht halt nichts. Jeden Schritt kann man die Steg­kos­ten mit­zäh­len – 5 Euro, 10 Euro, 15 Euro… pro Meter 5 Euro.

Super Foto­mo­ti­ve wie die sel­te­nen Vögel oder die­ser male­ri­sche Son­nen­un­ter­gang sind den Steg-Zoll echt wert.

Büh­ne 5, 20:40 Uhr, Biber Bernd mit „Ich tauch ab, nichts hält mich hier oben“

… alles blass und blau, ich bin dafür zu geho­ben, es ist mir fiel zu laut“. Das hat sich der Biber sicher gedacht, als alle Tou­ris unbe­dingt ein Bild von ihm erha­schen woll­ten… Wir haben lei­der kein Tele­ob­jek­tiv und somit auch kein Biber-Bild für dich.

Büh­ne 6, 20:50 Uhr, VIP-Schwan mit „Fake-News“

Wir hat­ten uns schon gewun­dert wer nur 3m vom Steg gechillt sei­ne Eier aus­brü­tet. Das kann nur ein Nar­zis­ten­schwan sein. Aller­dings hat die­ser Schwan sich ein­fach nur in ein gemach­tes Nest gesetzt – aber gar­nicht gebrü­tet! Tststs… Eine wei­te­re Beson­der­heit der Feder­see-Schwä­ne: sie ros­ten! Die roten Köp­fe ver­dan­ken sie dem Eisen­ge­halt im Was­ser, in dem sie beim Grün­deln flei­ßig nach Essen suchen.

Büh­ne 7, 21:00 Uhr Die 3S mit „Im KieSSS“

Die FluSS­Se­schwal­ben (ali­as Die 3S) sind Gefähr­ten, die lie­bend gern im Kies brü­ten. Lei­der sind Kies­bän­ke in frei­er Natur sehr sel­ten gewor­den, wes­we­gen auch die 3S nicht mehr so oft anzu­tref­fen sind. Im Feder­see sind extra für die 3S Kies­flö­ße errich­tet wor­den. Aller­dings müs­sen Möwen mit Fuchs­at­trap­pen davon abge­hal­ten wer­den, vor den 3S ihr Nest dort auf­zu­schla­gen. Das ist auch die Arbeit des NABU Feder­see.

Das Mot­to der 3S: Schnell Schön Sel­ten

Büh­ne 8, durch­ge­hend, Die Ein­tags­flie­gen mit „Schlech­te Sicht“ und Vivia­ne M. mit „Ich hab’ die Haa­re schön“

Unse­re hart­nä­cki­gen Beglei­ter waren Die Ein­tags­flie­gen. Sie haben sich flei­ßig ihrer Lar­ven­hül­len auf den generv­ten Teil­neh­mern ent­le­digt und ein län­ge­res Päu­schen auf unse­ren Klei­dern, in Aus­schnit­ten, in Haa­ren, auf Kame­ra­lin­sen und hin­ter Bril­len ver­bracht.

Büh­ne 9, 21:20, TRS mit „Angry Birds“ und The Rohr­sch­wirls mit „Haus­halt“

TRS, die Teich­rohr­sän­ger, sind ein fas­zi­nie­ren­des Grüpp­chen. Ähn­lich wie Rent­ner: Immer am Meckern und Beschwe­ren. So zumin­dest klingt ihr Gesang. In Kom­bi­na­ti­on mit The Rohr­sch­wirls bil­den sie eine unbe­schreib­li­che Kako­pho­nie – denn The Rohr­sch­wirls klin­gen wie Näh­ma­schi­nen.

Soviel zur Kurz­be­schrei­bung des Feder­see-Fes­ti­vals. Jede*r ist herz­lich ein­ge­la­den. Mehr Infos gibt es hier: www.nabu-federsee.de

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